Michael Schultz Daily News Nr.599

Berlin, den 23. Januar 2014

Liebe Freunde,

am Samstag dieser Woche starten wir die diesjährige Ausstellungssaison mit zwei frischen künstlerischen Positionen: Fotografien von der aus der Ukraine stammenden Künstlerin Nathalia Edenmont und Objekte des in Süddeutschland lebenden Künstlers Urban Hüter. Beide Ausstellungen sind über Kooperationen mit anderen Galerien zustande gekommen; einerseits mit der in Stockholm ansässigen Wetterling Gallery und andererseits mit der Galerie Kampl in München. Beide Galerien sind Teil unseres weitverzweigten Netzwerks. In diesem finden wir einerseits interessante Positionen zur Ergänzung unseres Programms, und andererseits bedienen sich die Kollegen im Fundus der von uns vertretenen Künstler. Mit Matthias Kampl aus München gibt es eine langanhaltende Zusammenarbeit, regelmäßig werden dort Ausstellungen von Bernd Kirschner, Burkhard Held und Römer + Römer gezeigt. Bei Wetterling in Stockholm wird zum Jahresende erstmals SEO in einer Einzelausstellung gewürdigt.

Überhaupt, in diesem Jahr wird es eine ganze Reihe von Kooperationsausstellungen geben, und auch auf musealer Ebene geschieht Einiges. Sabina Sakoh wird im Museum Bochum gezeigt; Helge Leiberg in Eschborn und Bingen; Rebecca Raue in Istanbul und Wien; Bernd Zimmer in Shanghai; SEO im Museum Ludwig in Koblenz; Bernd Kirschner in Dresden; Stephan Kaluza in Bitburg; Maik Wolf in Wien; Burkhard Held in Beijing; Cornelia Schleime in St. Etienne und in der Berlinischen Galerie; Andy Denzler u.a. in New York und Istanbul, und Römer + Römer erstmals auch in New York. Dieser unvollständige Einblick in unser Jahresprogramm verspricht auch für 2014 wieder einen prall gefüllten Terminkalender. Doch jetzt freuen wir uns erstmal auf die Ausstellungen von Urban Hüter und Nathalia Edenmont.

 

Im Stil alter Meister verführt Nathalia Edenmont kunstvoll den Blick auf ihre Stilleben. In ihrer symbolhaft konstruierten Wirklichkeit hinterfragt sie das Leben und Erlebtes, und transferiert ihre Gedanken auf eine andere Ebene. Die Vorlagen für ihre fotografischen Collagen findet sie größtenteils in der Natur. Alles entsteht in analoger Fototechnik; mittlerweile fst schon eine Seltenheit in der künstlerischen Fotografie.

 

Im Stil Alter meister verführt Nathalia Edenmont kunstvoll den Blick auf ihre Stillleben. In ihrer symbolhaft konstruierten Wirklichkeit hinterfragt sie das Leben und Erlebtes, und transferiert ihre Gedanken auf eine andere Ebene. Die Vorlagen für ihre fotografischen Collagen findet sie größtenteils in der Natur. Alles entsteht in analoger Fototechnik; mittlerweile fast schon eine Seltenheit in der künstlerischen Fotografie.   

Im März widmet das Frankfurter Städel Museum dem Expressionisten Emil Nolde eine große Sonderausstellung. Gezeigt werden rund 140 Gemälde, Aquarelle und Grafiken aus allen Schaffensperioden. Darunter auch berühmte Meisterwerke wie der 'Frühling im Zimmer' oder 'Das Leben Christi'. Zum ersten Mal seit über 25 Jahren wird damit in Deutschland wieder eine Retrospektive-Show zum Werk Noldes (1867-1956) zu sehen sein. Nolde war einer der führenden Expressionisten; Anfang des letzten Jahrhunderts gehörte er kurzzeitig der Künstlergruppe 'Brücke' an, später dann zur 'Berliner Secession'. Ende der zwanziger Jahre führte ihn eine Studienreise nach Korea; dort wird er noch heute sehr verehrt. Seine durch Geburt erworbene dänische Staatsbürgerschaft hat Zeit seines Lebens behalten. 

Ein außergewöhnliches Konzert beim Kurt-Weill-Fest in Dessau soll Internetnutzer weltweit zum Komponieren bewegen. Unter dem Motto 'Tweetfonie' soll die Musik via Kurznachrichtendienst Twitter am 3. März live zu hören und zu sehen sein. Wer mitmachen will, kann sich ab 28. Februar auf www.tweetfonie.de einloggen und eine maximal 140 Zeichen umfassende Komposition einreichen. Experten wählen dann die Stücke aus, die aufgeführt werden. Mit dieser Aktion sollen neue Interessenten für die Musik von Kurt Weill (Mack the Knife) erreicht werden.

Alljährlich werden die Sicherheitsstandards der Fluggesellschaften in einem Ranking veröffentlicht. Als unsicherste Fluggesellschaft des Jahres 2013 wurde jetzt die indonesische 'Lion Air' ausgezeichnet. Ihr folgen 'Vietnam Airlines', die in Taiwan beheimatete 'China Airline', 'Air India' und die brasilianische 'TAM'. Am sichersten hingegen ist die 'Air New Zealand', und auf den Plätzen 2-4 folgen 'Britisch Airways', 'Finnair' und 'Emirates'. Die Lufthansa, und das erstaunt, ist erst auf dem 18. Platz zu finden. Den Angsthasen unter den Fliegern gilt dieses Ranking als kleine Psychohilfe bei der Auswahl der Fluggesellschaft. 

Angst vor der Dunkelheit hat Weltfußballer Ronaldo. Besonders dunkle Räume haben es ihm angetan. Die Kabinen seiner sieben Vereine, bei denen er bisher spielte, mussten immer gut beleuchtet sein, andernfalls hätten ihn klaustrophobische Anfälle befallen. Zusätzlich bekannte er sich zu seinem Lampenfieber vor großen Spielen. 'Ich wusste manchmal nicht mehr ein und aus. Alles sauste wild durch meinen Kopf. Erst als der Ball rollte, wurde ich ruhiger'. Dennoch glaubt er, dass die Angst der alleinige Motor seiner Leistung ist.

Weniger angstvoll blicken wir in den heutigen Tag: auch wenn es in der Mitte Deutschlands wieder glatt werden soll, halten wir uns an den alten Werbespruch der Bahn und reden auch heute nicht vom Wetter.

Bis morgen.

Michael